Wieder „zu Hause“

Nun sind es wirklich schon zweieinhalb Monate, in welchen ich mich nicht gemeldet habe. Ich habe so unfassbar viel erlebt und versuche euch jetzt davon zu berichten.  Alles fing mit Weihnachten an, welches ich bei der Familie einer Freundin verbrachte. Es war ein sehr unästhetisches Weihnachten, es wurde ein Ferkel in den Ofen geschoben und Silvesterkracher gezündet. Da die Böller leider umfielen hatte ich einen kurzen Moment die Befürchtung gleich zu sterben, denn die Böller schossen uns um die Ohren. Ich flüchtete geschockt ins Haus und wurde von allen Familienmitgliedern ausgelacht.

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Am nächsten Tag startete ich mit einer Freundin los über Paraguay nach Argentinien. Wir besuchten viele wundervolle Orte und lernten bereichernde Menschen kennen. Ich zeige euch am liebsten ganz viele Fotos, denn es wäre viel zu viel um alles niederzuschreiben.

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Iguazu-Wasserfälle

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Es war unbeschreiblich.
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Die Waschbären wurden nach einiger Zeit ganz schön aufdringlich
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Drei-Länder-Grenze: Brasilien, Paraguay und Argentinien
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El Caminito, Buenos Aires
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Tango
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Mar del Plata

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Lecker Haare
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Als Mülltüte verkleidet in der Kirche

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Einer der eindruckvollsten Tage war der letzte Tag. Wir fuhren von Salta nach Tilcara, um dort einen Tag zu verbringen und durch die bunte Quebrada zu laufen. Auf dem Wanderweg zur „Garganta del Diablo“ lernten wir zwei Argentinier aus Buenos Aires kennen und einer hatte eine Gitarre dabei. Wir beschlossen den Tag gemeinsam zu verbringen, denn wir verstanden uns wirklich gut und hatten interessante Gespräche über Gott und die Welt, also wortwörtlich.  Wir tranken an einem Wasserfall zusammen Mate-Tee  -das ist das argentinische Nationalgetränk- und hörten Martin ein selbstgeschriebenes Lied singen.

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Unsere Wanderkumpanen
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Quebrada en Tilcara

Am Abend brachten die zwei uns ein wenig traurig zum Bus und wir fuhren weiter an die bolivianische Grenze, welche leider den ganzen nächsten Tag wegen einem Autorennen gesperrt wurde und wir durften erst mal warten. Zwei Tage später kamen wir dann etwas verspätet in Sucre beim Seminar an.

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Kurzes Schläfchen an der Grenze

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Nach dem Seminar bin ich mit einigen Freundinnen mit nach La Paz bzw. El Alto gefahren, da ich dort den nächsten Monat arbeiten wollte, da mein Projekt in Santa Cruz bis Mitte Februar Ferien hatte. Ich verbrachte ein Wochenende alleine am Titikakasee und feierte Karneval in Oruro und La Paz.

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7 Uhr morgens in Copacapana, ich war sehr begeistert von dem Regenbogen
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Isla del Sol
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Lago Titicaca
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Inka-stätte Tiwanaku, wir waren fast begeisterter vom Wetter als von den Ruinen
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Hexenmarkt mit Lamaföten
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Illimani, La Paz
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Karneval, Oruro

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Nun bin ich seit kurzer Zeit wieder nach Santa Cruz und in mein Projekt zurückgekehrt. Die Hitze ist wirklich gewöhnungsbedürftig und es gibt neue Kinder, welche sich mit viel Weinen auch erst mal eingewöhnen müssen. Da bin ich grad lieber bei den Babys, die wenigstens aufhören zu weinen, wenn ich mit ihnen kuschele und spiele. Natürlich bin ich auch bei den größeren Kindern, doch da ist das grade alles ein wenig schwierig, da die Tia alle zwei Tage wechselt, denn es ist zurzeit wirklich anstrengend mit den Kindern. Ich werde bald mehr davon berichten, wenn ich hoffentlich wieder frohere Neuigkeiten habe.

Als ich vor einer Woche unangekündigt  in den Hogar kam, wo ich Cello unterrichte, habe ich mich erstmal lange mit meinen Freunden Magdalena und Eddy unterhalten. Als ich dann nach einigen Stunden wieder gegangen bin und mir dachte, dass ich meine Celloschülerinnen dann ein anderes mal wiedersehen werde. Wurde ich von einem Schrei erschreckt. Adela rannte auf mich zu und drückte mich ganz fest und umarmte mich mindestens 3 Minuten. Sie sagte sie hätte mich so vermisst und dachte ich würde nie wieder kommen. Ich war so überrumpelt von all der Liebe, die mir diese Umarmung gab, dass ich glaube ich kaum etwas zurück geben konnte. Erst eine halbe Stunde später, als ich im Micro saß, wurde mir klar wie schön dieses Erlebnis grade war. Ich bekomme immer noch Tränen in die Augen, wenn ich daran denke. Es war eindeutig die ehrlichste Umarmung, die ich jemals bekommen habe.

An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich bei meinen Spendern bedanken, die mir dazu verholfen haben, dieses Jahr zu ermöglichen. Ich habe mittlerweile schon so viel gelernt und so viele Eindrücke gesammelt und habe ebenfalls einigen Menschen hier etwas gegeben, was man durch materielle Spenden nicht erreichen kann. Vielen Dank an meinen Onkel Johannes, an meinen Vater, an Margarete Kreuzer, an meine Pfarrer Herr und Frau Dempewolf, und an meinen Großvater Klaus und seine Frau Monika.

 

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Ein Gedanke zu “Wieder „zu Hause“

  1. Es ist soo schoen zu sehen wie du liebst und lebst und geliebt wirst!! Ich habe selten Zeit irgendeinen Blog zu lesen, aber deinen lese ich immer wieder sehr sehr gerne!!
    Liebste gruesse und ne fette Umarmung nach Sudamerika von der gleichen Seite der Welt.. 😉 :***

    Gefällt 1 Person

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